Identitätsautomatisierung: Mehr als nur Zeitsparen

Die Automatisierung des Identitätsmanagements kann den täglichen Betrieb beschleunigen und Zeit sparen. Das ist eine Tatsache und besonders wichtig, wenn es darum geht, die Finanzabteilung oder das Management vom Nutzen neuer Tools zu überzeugen.

Gleichzeitig ist echte Identitätsautomatisierung nicht in erster Linie eine Abkürzung, sondern ein grundlegend anderes Betriebsmodell.

Manuelles Identitätsmanagement ist auf Menschen, Ausnahmen und das gute Gedächtnis einiger weniger Verantwortlicher angewiesen. Automatisiertes Identitätsmanagement stützt sich auf Regeln und Daten. Diese Veränderung hat mehr Auswirkungen, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Sie verändert die Art und Weise, wie Zugriff gewährt wird und was innerhalb des Unternehmens sichtbar, messbar und wiederholbar ist.

Manuelle Prozesse sind nicht von Natur aus problematisch. Mit zunehmender Anzahl der zu verwaltenden Benutzer und der einzuhaltenden Vorschriften werden sie jedoch aufgrund ihrer Komplexität langsam, ressourcenintensiv und manchmal sogar gefährlich.

Der manuelle Zugriff funktioniert, bis Komplexität und Umfang überhandnehmen.

Wenn die Bemühungen einer Organisation um Identitätsmanagement zunehmen, zeigt sich in den meisten Organisationen in der Regel ein ähnliches Muster.

  • Manuelle Kontoerstellung und Zugriffsgewährung. Wird von der IT-Abteilung in mehreren Systemen durchgeführt, wobei es je nach dem, wer die Aufgaben ausführt, zu Abweichungen kommt.

  • Mehrere Anfragekanäle. Ticket-Systeme, Chat-Nachrichten, E-Mails oder Anfragen an der Kaffeemaschine verursachen Stress, fragmentierte Prozesse und inkonsistente Aufzeichnungen.

  • Unterschiedliche Genehmigungswege. Ein hohes Arbeitsvolumen in Verbindung mit unklaren Richtlinien führt zu kopierten Benutzerprofilen und Lücken in der Auditierung.

  • Das Offboarding wird zum Chaos. Checklisten, Tabellenkalkulationen und das allgemeine Gedächtnistraining „Haben wir auch an alles gedacht?“ werden zur Norm beim Offboarding und führen oft dazu, dass Zugriffspfade vergessen werden, die über längere Zeit offen bleiben, bevor sie entdeckt werden.

Selbst mit den besten Absichten wird die manuelle Identitätsverwaltung schnell zeitaufwändig, fehleranfällig und schwer zu prüfen. Identitäten werden als einzelne Anfragen, statt als Teil eines Lifecycle behandelt und Vorfälle erfordern umfangreiche Ermittlungsarbeit, um herauszufinden, wer Zugriff auf was hatte, warum und wer diesen Zugriff gewährt hat.

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Ereignisgesteuerte Automatisierung verändert das Modell

Die Automatisierung des Identity Lifecycle Management führt zu einer Verlagerung von einem manuellen, fallbezogenen Prozess hin zu einem Prozess, der in den meisten Fällen auf Richtlinien basiert.

Der Zugriff wird durch Regeln und Daten statt durch individuelle Entscheidungen gesteuert. Die Ergebnisse werden so konsistent, Ausnahmen vollständig sichtbar und Nachweise leichter zu erstellen.

Die Automatisierung deckt jedoch auch alle Lücken im Identitätsmanagement des Unternehmens auf. Das ist nicht unbedingt negativ, muss aber bei einem Modellwechsel berücksichtigt werden.

Der Wechsel von manuellem Identitätsmanagement zu einer automatisierten Strategie bedeutet auch, dass sich Mitarbeiter und Führungskräfte an einen strengeren, prozessgesteuerten Ansatz für Zugriffsanfragen gewöhnen müssen. Dieser menschliche Aspekt sollte ebenfalls einkalkuliert werden und kann durch gut implementierte Self-Service-Portale weitgehend gemildert werden.

Vom „Warum?“ zum ganz konkreten „Wie?“

Die Automatisierung des Identitätsmanagements kann Prozesse beschleunigen, manuelle Fehler eliminieren und überprüfbare Daten liefern. Auf diese Weise kann sich das Identitätsmanagement zu einem Identity Lifecycle Management entwickeln und selbst in großen Organisationen, die unter regulatorischem Druck stehen, wirklich überschaubar werden. Außerdem beschleunigt es die täglichen Abläufe für alle Beteiligten und erhöht gleichzeitig die Compliance und Sicherheit.

Allerdings sind auf diesem Weg viele Schritte zu unternehmen. Wenn die Strategie nicht klar definiert ist, gibt es ebenso viele Fallen, in die man tappen kann.

Während des Identity Festivals in Aarhus am 3. und in Kopenhagen am 5. März werden Experten von Pointsharp und der IAM Group eine sehr praxisorientierte Sitzung zu genau diesem Thema leiten. Sie werden die Schritte behandeln, die für einen erfolgreichen Übergang zum automatisierten Identity Lifecycle Management erforderlich sind, mögliche Rückschläge und wie man Schritt für Schritt vorgeht, anstatt ein einziges, zeitaufwändiges und ressourcenintensives Projekt durchzuführen. Wenn Sie nicht persönlich vor Ort sein können, werden unsere Experten diese Schritte auch in unseren Experttalks am 24. Februar durchgehen.

Merken Sie sich den Termin schon heute vor und freuen Sie sich darauf, zu erfahren, wie der Wechsel vom manuellen zum automatischen Identitätsmanagement in der Praxis funktioniert.

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